{"title":"BÜCHER","description":"","products":[{"product_id":"erinnerungen-an-kairo","title":"ERINNERUNGEN AN KAIRO","description":"\u003cp class=\"my-2 [\u0026amp;+p]:mt-4 [\u0026amp;_strong:has(+br)]:inline-block [\u0026amp;_strong:has(+br)]:pb-2\"\u003eMit „Erinnerungen an Kairo\" legt Ronald Cicurel eine Autobiografie vor, die weit über das persönliche Erinnern hinausgeht.\u003cbr\u003eSie beginnt im Kairo der 1940er- und 50er-Jahre: Cicurels Familie, Eigentümerin der legendären Warenhäuser Cicurel, lebte zwischen den Backsteinvillen von Meadi und dem mondänen Zamalek ein Dasein, das der Autor selbst als Paradies beschreibt. Eine jüdisch-ägyptische Kindheit, geprägt von Familie und den ersten Zahlenspielen im Kopf eines Jungen, der später sein Leben der Mathematik widmen wird – während draußen Ägyptens politischer Umbruch und die Gründung Israels dieses Paradies unwiderruflich zum Verschwinden bringen.\u003cbr\u003eEs folgen Mailand, das Exil, neue Sprachen – und schließlich die Schweiz, wo aus dem Jungen der Wissenschaftler wird. Vierzig Jahre später kehrt er nach Meadi zurück und findet: nichts mehr, außer einem Mythos. Bilder in einem Gehirn, das für ihn längst auch Forschungsobjekt geworden ist.\u003cbr\u003eWas dieses Buch besonders macht, ist seine doppelte Stimme: der präzise Blick des Hirnforschers auf das Gedächtnis selbst – und die bildhafte, oft aphoristische Sprache eines Mannes, der weiß, dass Erinnerung nie das Ding selbst ist, sondern immer schon dessen Übersetzung.\u003cbr\u003eEin Buch über Herkunft, Verlust und die Frage, was von einem Leben bleibt.\u003cbr\u003e\u003c\/p\u003e","brand":"WAYPOINT Editions","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":63986670731641,"sku":null,"price":15.5,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0996\/1291\/8137\/files\/cover-erinnerungen.jpg?v=1784203243"},{"product_id":"was-wir-die-realitat-nennen","title":"WAS WIR DIE REALITÄT NENNEN","description":"\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eWas wir die Realität nennen - \u003c\/strong\u003eBrain-Centric: wie das Gehirn die Welt intepretiert und wie wir dem Ganzen Leben einhauchen\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cmeta charset=\"UTF-8\"\u003e\u003cspan\u003eDieses Buch geht von einer einfachen Frage aus: Wie übersetzt das Gehirn die Welt in eine Welt? Das ist nicht die klassische Frage. Die Standardwissenschaft fragt: Wie repräsentiert das Gehirn die Welt? Sie setzt eine bereits vorhandene Welt voraus und ein Gehirn, das davon eine Kopie anfertigt. Brain-Centric schlägt etwas anderes vor. Es setzt eine Begegnung voraus zwischen einem namenlosen Kontinuum und einem biologischen Übersetzer. Das Produkt dieser Begegnung ist das, was wir das Reale nennen.\u003cbr\u003e\u003cbr\u003eWas hat ein Koan mit Brain Centric zu tun? Dieses Koan findet sich im Plattform-Sutra und wird auch im Mumonkan zitiert. \u003cmeta charset=\"UTF-8\"\u003e\u003c\/span\u003eDie klassische Fassung lautet:\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"whitespace-pre-wrap break-words\"\u003eZwei Mönche stritten darüber, ob sich der Wind bewege oder die Fahne.\u003cbr\u003eDer eine sagte: „Die Fahne bewegt sich.“\u003cbr\u003eDer andere sagte: „Der Wind bewegt sich.“\u003cbr\u003e\u003cspan style=\"font-size: 0.875rem;\"\u003eSchließlich sagte der sechste Patriarch, Huineng:\u003cbr\u003e\u003c\/span\u003e„Nicht der Wind bewegt sich. \u003cbr\u003eNicht die Fahne bewegt sich.\"\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"whitespace-pre-wrap break-words\"\u003e\"Euer Geist bewegt sich.“\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"whitespace-pre-wrap break-words\"\u003eDas Koan eignet sich geradezu ideal, um den Unterschied zwischen PS und PB zu illustrieren, da Huinengs Pointe strukturell genau das vorwegnimmt, was der Brain-Centric-Standpunkt formalisiert.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"whitespace-pre-wrap break-words\"\u003e\u003cstrong\u003ePS (Standardstandpunkt) — die Position der beiden Mönche\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"whitespace-pre-wrap break-words\"\u003eBeide Mönche argumentieren innerhalb der Welt des Wortes, ohne das zu bemerken. Sie streiten über die kausale Lokalisierung einer Bewegung: bewegt sich das Objekt (Fahne) oder das Medium (Wind)? Diese Frage setzt bereits voraus, dass \"Fahne\", \"Wind\" und \"Bewegung\" stabile, von einem Beobachter unabhängige Entitäten in einer objektiven Außenwelt sind. Der Streit ist also ein typischer PS-Fehler: er verwechselt das MIR (das innere Wirklichkeitsmodell, das aus der neuronalen Verarbeitung hervorgeht) mit der Realität selbst. Beide Positionen — \"die Fahne bewegt sich\" und \"der Wind bewegt sich\" — sind gleichermaßen Aussagen über bereits sprachlich stabilisierte Objekte, nicht über die vorsprachliche Erfahrung.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"whitespace-pre-wrap break-words\"\u003e\u003cstrong\u003eHuinengs Wende — der Sprung zu PB\u003c\/strong\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"whitespace-pre-wrap break-words\"\u003eHuinengs Antwort (\"euer Geist bewegt sich\") verschiebt den Ort der Bewegung nicht auf ein drittes Objekt, sondern auf den Wahrnehmungsprozess selbst. Das ist strukturell exakt die Bewegung, die der Brain-Centric-Standpunkt vollzieht: Er fragt nicht \"welches Objekt in der Welt bewegt sich wirklich?\", sondern \"wie erzeugt das Gehirn überhaupt die Kategorie 'Bewegung', 'Fahne' und 'Wind' als getrennte, benennbare Einheiten?\" Die vermeintlich objektive Szene ist bereits das Ergebnis einer neuronalen Katachrese — einer Übersetzung des kontinuierlichen, undifferenzierten Stroms der Ur-Welt in diskrete, benannte Objekte der Welt des Wortes.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"whitespace-pre-wrap break-words\"\u003eMan könnte Huinengs Satz geradezu als Fußnote zur Unterscheidung Ur-Welt \/ Welt des Wortes lesen: In der Ur-Welt gibt es kein \"Fahne bewegt sich\" oder \"Wind bewegt sich\" — nur ein ungeteiltes sensomotorisches Kontinuum. Erst der Geist (das Gehirn als Übersetzungsapparat) zerlegt dieses Kontinuum in Subjekt, Objekt und Prädikat: \"etwas\" (Fahne) \"tut etwas\" (bewegt sich). Der Streit der Mönche ist symptomatisch für PS, weil er diese Übersetzungsleistung für unsichtbar hält und stattdessen so tut, als läge die Alternative \"extern\" in der Welt. Huineng deckt auf, dass die eigentliche Bewegung — die Konstruktionsleistung — im Betrachter liegt, nicht in den Objekten.\u003c\/p\u003e\n\u003cp class=\"whitespace-pre-wrap break-words\"\u003e\u003cbr\u003e\u003c\/p\u003e","brand":"WAYPOINT Editions","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":64013326451065,"sku":null,"price":29.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0996\/1291\/8137\/files\/essay-brain-centric.webp?v=1784519527"}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0996\/1291\/8137\/collections\/media-entertainment-bold-5.jpg?v=1777570252","url":"https:\/\/footsteps-magazine.myshopify.com\/collections\/bucher.oembed","provider":"FOOTSTEPS Magazine","version":"1.0","type":"link"}